zornig

Heute Abend hatte ich den Eindruck unser LiebesKind ist wegen allem zornig. Es wollte mit Wasser spielen, als wir das Wasser abdrehten quitschte es. Ich beschloss mit dem LiebenKind zu duschen, dann könne es noch etwas mit Wasser spielen und nötig wäre es auch mal wieder 🙂

Es ging solange gut, solange das LiebeKind den Duschkopf halten durfte, sein Wasserrad übergießen und den Wasserstrahl befühlen durfte. Als ich das Wasser abdrehte, weinte das LiebeKind und zeigte deutlich, wie zornig es darüber war. Beim Föhnen wollte es selbst föhnen. Schrie und schimpfte als wir fertig mit föhnen und abtrocknen waren und es den Föhn zurück lassen sollte. Es lies sich kaum beruhigen.

Mein Gedanke war: So zornig habe ich es schon lange nicht mehr erlebt … ich überlegte: Kann es an neuen Zähnen liegen, die schmerzend durchbrechen? Sind wir vielleicht gerade bei einem Wachstumsschub, der dem LiebenKind zu schaffen macht? Was könnte es noch sein?

Da wir noch etwas Zeit vorm Schlafen hatten, nahm ich es noch mit ins Wohnzimmer um zu sehen, was es gerne spielen würde. Das LiebeKind wollte mir gar nicht von der Seite weichen. Ich überlegte wieder: Woran könnte das liegen?

Ich beschloss mit dem LiebenKind ein paar Lieblingsbilderbücher anzusehen. Und da kuschelte es sich zufrieden an mich. Wir nahmen die Bücher mit nach oben und schauten uns im Bett noch ein paar Bilder an. Das LiebeKind genoss richtig die Nähe. Und dann endlich habe ich verstanden …

… ich war heute den ganzen Tag arbeiten. Das LiebeKind hatte einen für ihn völlig unerwarteten Tagesablauf. Seine Mama war schon nicht mehr da, als es aufwachte. Das Frühstück war anders als sonst. Der Morgen war vermutlich hektischer, als an Tagen, an denen wir mehr Zeit haben. Es hat sicher viele schöne Dinge erlebt, aber der Tag war einfach anders, als Tage die wir zusammen haben …

das LiebeKind war gar nicht nur zornig

es war müde, schmusebedürftig,

brauchte Nähe,

wollte ein wenig Sicherheit,

sich von dem ungewohnten Tag erholen,

ankommen, angenommen werden, gesehen werden,

Sicherheit und Liebe spüren.

Es holte sich am Ende selbst seinen Schlafsack und wirkte fast erleichtert, dass es noch etwas mehr Nähe bekam, bevor es einschlief*

Ich wünschte, ich würde an solchen Tagen, in solchen Situationen nicht als erstes das anstrengende Gefühl sehen – zornig – sondern würde schneller erkennen, dass das LiebeKind einen Grund hat, ein Bedürfnis hat, dass vielleicht ganz leicht und einfach zu stillen ist … und sich für uns beide richtig und gut anfühlt*

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