Was will ich?

Die Frage hab ich mir schon lange nicht mehr gestellt. Meine Gedanken drehen sich um das LiebeKind, morgens beim Aufstehen, beim Essen, bei der Tagesplanung, beim Schlafengehen … an manchen Tagen drängt sie sich aber immer wieder dazwischen: Was will ich?

Was will ich?

Ich will …

morgens mal wieder ausschlafen,

mich im Bad nur auf mich konzertieren und in aller Ruhe duschen, kämmen, Zähne putzen, dabei meinen Gedanken nachhängen,

bei Frühstück gemütlich mein Brötchen (oder ähnliches) essen und meinen Kaffee trinken,

wenn ich aus dem Haus gehe, nur das mit nehmen, was ich für mich für den Tag brauche,

beim Einkaufen völlig entspannt durch die Läden gehen und
in Ruhe alles aussuchen und bezahlen

einen ganzen Nachmittag mit einem guten Buch auf der Couch verbringen,

im Schwimmbad einfach so ein paar Bahnen schwimmen,

eine Sendung ab 20:15 Uhr am Stück sehen,

einem Termin am Abend, einem Geburtstag oder einem Treffen mit Freunden spontan und einfach so zusagen

für den Urlaub nur für mich packen,

einfach so aufs Klo gehen,

einfach so nebenbei die Spülmaschine einräumen oder das Wohnzimmer saugen,

mal wieder einfach so ein Bild malen und es darf so lange dauern, wie es eben dauert,

ein wenig Zeit ganz für mich alleine*

 

Wenn ich dann so alle Wünsche beisammen habe, fühle ich mich eine wenig erschöpft und enttäuscht, aber es hält nicht lange …

… dann meldet sich ein strahlendes LiebesKind und möchte meine Aufmerksamkeit für irgend etwas – und alle meine Wünsche sind für diesen Moment vergessen*

Denn ich will auch …

für das LiebeKind da sein, wenn es mich braucht,

mit ihm die Tage gestalten, auch wenn das Frühstück oder der Einkauf dann etwas länger dauern und ich nicht immer mal meinen Gedanken nachhängen kann,

dass das LiebeKind in meinen Alltag eingebunden ist, auch wenn das heißt,
dass es mit in die Dusche krabbelt – auch mal mit Kleidung –
mir neugierig beim Zähne putzen zusieht und danach die Zahnbürste befühlen möchte,

dass das LiebeKind versorgt ist und deshalb nehme ich immer viele Dinge mit,
wenn wir aus dem Haus gehen oder in den Urlaub fahren
– auch wenn wir sie mal nicht brauchen,

meine Zeit mit dem LiebeKind verbringen, solange es diese noch mit mir verbringen möchte –  auch wenn das heißt, dass ich mein Buch vielleicht am Abend lese,
wenn ich nicht zu müde bin und dass das Bild erst mal nicht gemalt wird.

Das Bild, die Sendung um 20:15 Uhr und die Bahn im Schwimmbad werden etwas warten müssen – und wenn es sein muss, bis das LiebeKind groß genug ist. Der spontane Abendtreff muss eben vorher geplant werden und die Spülmaschine wird einfach in Etappen aus- und eingeräumt.

Wenn mir etwas wirklich wichtig ist, dann finde ich eine Lösung, einen freien Abend oder ein paar Stunden für mich …

was ich eigentlich im Moment möchte ist

meine Zeit mit dem LiebenKind verbringen*

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