Hör auf Dich

… sagte die Nacht-Hebamme im Krankenhaus, in der Nacht nach der Geburt unseres LiebenKindes, zu mir. Und es war einer der hilfreichsten Sätze für die Zeit nach der Geburt, bis heute.

Meine Innere*Stimme half mir …

beim Milcheinschuss der drohenden Brustentzündung entgegenzuwirken,

die richtige Entscheidung bei Stillen und Fläschchen, trotz Problemen, zu treffen,

auf „eigene Faust“ das Abendfläschchen wegzulassen,

auf die gesunde Entwicklung unseres LiebenKindes zu vertrauen,

meinem LiebenKind zu vertrauen,

 

Auf die Innere*Stimme kann ich mich verlassen, auch wenn ich ihr nicht immer traue. Oft schaltet sich der Verstand ein und stellt sie in Frage. Auch die vielen Meinungen und gut gemeinten RatSchläge – die sich in der sehr sensiblen Zeit kurz nach der Geburt für mich oft wie Schläge anfühlten – können meine Innere*Stimme übertönen.

In der Zeit kurz nach der Geburt war ich viel offener für alle Reize, alle Gefühle, alle Schwingungen, vermutlich um mich besonders gut auf das neugeborene LiebeKind einstellen zu können, seine Bedürfnisse besser zu spüren und darauf eingehen zu können. Leider galt diese Sensibilität auch anderen. Manchmal wusste ich gar nicht mehr, welche der vielen verschiedenen Ansichten denn nun die für uns richtige und passende war.

Die meisten Mütter, die ein Neugeborenes sehen, erinnern sich – im besten Fall mit einem zarten Lächeln im Gesicht  – an die wunderbare, besondere Zeit nach der Geburt des ersten Kindes, wenn alles noch fast erschreckend neu ist und man noch staunt, über das neue Leben, das da plötzlich mitten unter uns ist.

Leider denken auch viele Mütter, beim Anblick eines Neugeborenen, an die beschwerliche Zeit – schwierige Schwangerschaft, lange Wehen, schwere Geburten, wenig Schlaf, manchmal lange Suche nach dem Grund für Schreien, Stillprobleme und viele, viele andere.

Schon in der Schwangerschaft und nach der Geburt unseres LiebenKindes habe ich viel beschwerlichen Geschichten und die passenden Ratschläge dazu gehört. Es fiel mir anfangs schwer auf mich, meine Innere*Stimme zu hören und unser LiebesKind richtig wahrzunehmen, zu hören, zu fühlen, zu verstehen was es gerade wirklich braucht.

Seit dieser Zeit bin ich davon überzeugt, dass nicht für jeden dasselbe gut ist. Es gibt so viele verschiedene Geburts-, Still-, Entwicklungs-, Wachstums-, Lebens-Geschichten. Unser LiebesKind ist genau so individuell, wie jeder einzelne von uns.

Ich wünsche mir, wenn ich einer neugeborenen Mutter begegne, das ich mich daran erinner‘ – und ihr keine guten RatSchläge gebe – außer dem einen:

Hör auf Dich!

 

Hinweis: Dieser Beitrag nimmt am scoyo ELTERN! Blog Award teil
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